ITB 2026: Warum unser erster eigener Stand mehr bewirkte

Mit fünf Travel-Tech-Start-ups, einem eigenen Gemeinschaftsstand und starker Bühnenpräsenz wurde die ITB 2026 für elysium® zum Ausgangspunkt für konkrete Projekte und neue Kunden.

Ein eigener Stand auf der ITB Berlin war für uns lange kein selbstverständlicher Schritt. Nicht, weil uns die Messe oder die Tourismusbranche fremd gewesen wären. Aber ein eigener Messeauftritt bedeutet schließlich mehr als eine gebuchte Fläche: Er braucht ein tragfähiges Konzept, finanzielle Mittel, viel Organisation und vor allem einen guten Grund, warum Menschen stehen bleiben sollten.

2026 haben wir diesen Schritt erstmals gewagt – gemeinsam mit vier weiteren Travel-Tech-Start-ups.

Was daraus entstand, war weit mehr als eine gemeinsame Standfläche. Unser Travel Tech Start-up Hub wurde bereits vor der Messe von der Fachpresse aufgegriffen, von der ITB selbst in einer Pressemitteilung angekündigt und vom Verband Internet Reisevertrieb e. V. unterstützt. Auf der Messe kamen ein Live-Einsatz unserer Technik, eine Podiumsdiskussion auf der Lighthouse Stage und zahlreiche Gespräche hinzu.

Aus dieser Sichtbarkeit sind inzwischen konkrete Projekte und zahlende Kunden entstanden.

Ein Gemeinschaftsstand, der eigentlich zu spät kam

Die Idee entstand zu einem Zeitpunkt, an dem die reguläre Standanmeldung bereits beendet war.

Gemeinsam mit adigi, fanz, honeepot und NewTravel wollten wir trotzdem versuchen, einen eigenen Bereich für deutsche Travel-Tech-Start-ups zu schaffen. Fünf Unternehmen mit unterschiedlichen Lösungen, aber einer gemeinsamen Zielgruppe und einem gemeinsamen Verständnis: Wir wollten uns nicht gegenseitig um Aufmerksamkeit konkurrieren, sondern unsere Kompetenzen bündeln.

Aus dem Gedanken wurde der Travel Tech Start-up Hub in Halle 5.1, Stand 135.

Dass die Idee trotz des späten Zeitpunkts umgesetzt werden konnte, war nur durch starke Partner möglich. Der Verband Internet Reisevertrieb e. V. unterstützte den Gemeinschaftsstand finanziell, organisatorisch und mit aktiver Pressearbeit. Der VIR stellte Kontakte her, begleitete die Kommunikation und band den Hub in weitere Formate rund um die ITB ein.

Auch die ITB Berlin selbst war von dem Konzept überzeugt. Sie ermöglichte nicht nur die kurzfristige Umsetzung, sondern nahm das Netzwerk bereits im Vorfeld in ihre offizielle Pressekommunikation auf. Unter der Überschrift „Frischer Wind in Halle 5.1“ kündigte sie ein dynamisches Netzwerk deutscher Travel-Tech-Start-ups aus dem VIR-Umfeld an, das innovative Lösungen und neue Impulse für die Branche präsentiert.

Für uns war diese Erwähnung mehr als zusätzliche Reichweite. Sie zeigte, dass der Zusammenschluss nicht nur für die beteiligten Unternehmen sinnvoll war. Auch die weltweit führende Tourismusfachmesse sah darin einen relevanten Beitrag zum Travel-Tech-Bereich der ITB 2026.

Und weil ein Start-up-Hub auch optisch nicht zwischen klassischen Messeständen verschwinden sollte, wurde unser Stand vor allem eines: orange.

Sehr orange.

Die Geschichte begann bereits vor der ITB in Hamburg

Die öffentliche Geschichte unseres Gemeinschaftsstands begann nicht erst mit dem Aufbau in Berlin.

Bereits einige Wochen vor der Messe waren wir gemeinsam mit Michael Menzel von fanz und Torsten Ostmeier von honeepot bei fvw | TravelTalk in Hamburg zu Gast. In der Live-Talk-Preview stellten wir unsere jeweiligen Lösungen vor und berichteten erstmals ausführlicher über den geplanten Gemeinschaftsstand.

Der Gedanke dahinter war von Anfang an größer als eine gemeinsame Fläche:

„Wir wollen gucken, wie weit wir kommen, wenn wir unsere Synergien bündeln und dadurch für viele Themen den richtigen Ansprechpartner haben.“

Die beteiligten Unternehmen deckten sehr unterschiedliche Bereiche ab – von Kundenbindung und Revenue Management über KI-basierte Beratung bis zur Organisation von Reiseangeboten und unserer digitalen Gruppenkommunikation.

Für Fachbesucherinnen und Fachbesucher bedeutete das: Sie trafen an einem Stand nicht auf fünf Varianten derselben Idee, sondern auf Lösungen für sehr unterschiedliche Herausforderungen entlang der touristischen Wertschöpfung.

fvw | TravelTalk griff das Konzept redaktionell auf und stellte neben dem Gemeinschaftsstand auch die einzelnen Unternehmen ausführlicher vor. Damit begann die Sichtbarkeit bereits vor der Messe: durch die Fachpresse, die Kommunikation des VIR und die offizielle Erwähnung durch die ITB Berlin.

Der orangefarbene Stand war deshalb keine spontane Einzelaktion auf dem Messegelände. Er war das sichtbare Ergebnis einer Kommunikation, die bereits Wochen vorher begonnen hatte.

Auf der ITB wurde aus einem Produkt ein reales Erlebnis

Am Stand haben wir mit Stadtmarketingorganisationen, Reiseveranstaltern, Reedereien, Destinationen und Technologieunternehmen gesprochen. Einige dieser Kontakte gehörten genau zu den Zielgruppen, die wir erwartet hatten. Andere kamen aus Bereichen, die wir vorher kaum auf unserer Liste hatten.

Gerade diese Gespräche waren besonders wertvoll.

Sie haben uns erneut gezeigt, dass Märkte nicht immer entlang sauber formulierter Zielgruppendefinitionen funktionieren. Eine Lösung kann an einer Stelle entwickelt werden und an einer ganz anderen Stelle ein ebenso relevantes Problem lösen.

Bei elysium® geht es im Kern um eine einfache Situation: Eine Person spricht zu einer Gruppe, aber nicht alle können ihr akustisch oder sprachlich gut folgen. Ob das bei einem Landausflug, einer Werksführung, in einem Museum oder während einer Schulung passiert, ist für die zugrunde liegende Herausforderung zunächst zweitrangig.

Ein zweites Muster zog sich durch viele Gespräche:

Features öffnen ein Gespräch. Der konkrete Nutzen entscheidet, ob daraus ein Projekt wird.

Kundinnen und Kunden möchten natürlich wissen, was eine Lösung kann. Entscheidend ist anschließend aber, ob sie im tatsächlichen Arbeitsalltag funktioniert: Wie aufwendig ist die Einrichtung? Was benötigen die Gäste? Können wechselnde Mitarbeitende damit umgehen? Und wer hilft, wenn beim ersten Einsatz Fragen entstehen?

Unsere Technik war auf der ITB deshalb nicht nur ein Ausstellungsstück.

Bei der VIR Travel Tech Tour besuchten die Teilnehmenden verschiedene Technologieunternehmen auf dem Messegelände. Damit die Präsentationen auch in der Geräuschkulisse der Messehallen verständlich blieben, stellte elysium® einen digitalen Audiostream bereit.

Die Teilnehmenden konnten über das eigene Smartphone und die eigenen Kopfhörer zuhören. Sie mussten sich also nicht anhand einer Präsentation vorstellen, wie unsere Lösung in einer mobilen Gruppe und einer lauten Umgebung funktioniert. Sie erlebten sie direkt im passenden Einsatzszenario.

Für uns war das überzeugender als jede Feature-Liste.

Mit Stephan Bingemer auf der Lighthouse Stage

Unsere Präsenz endete nicht am Gemeinschaftsstand.

Gemeinsam mit den weiteren Start-ups des Hubs waren wir auf der Lighthouse Stage der ITB Berlin vertreten. Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von Prof. Dr. Stephan Bingemer, einem Mitglied unseres Beirats.

Unter dem Titel „The Future of Tourism: How Start-ups Reorganize Value Creation Between Guest, Data and Distribution“ diskutierten wir darüber, wie junge Technologieunternehmen die touristische Wertschöpfung verändern.

Dabei ging es nicht um fünf nacheinander abgespielte Verkaufspitches. Im Mittelpunkt standen Fragen, die die gesamte Branche betreffen:

Wer kontrolliert künftig den Zugang zum Gast? Wo entsteht der eigentliche Mehrwert – im Erlebnis, in der Distribution oder in den Daten? Und wie verändern künstliche Intelligenz und Automatisierung die gewachsenen Strukturen im Tourismus?

Für uns hatte dieser Bühnenauftritt einen sehr konkreten Effekt.

Aus Kontakten rund um die Podiumsdiskussion und unsere weitere Präsenz auf der ITB sind inzwischen Projekte und zahlende Kunden entstanden.

Das bestätigt etwas, das sich kaum über die reine Zahl der Standgespräche messen lässt: Fachliche Sichtbarkeit wirkt häufig zeitversetzt. Ein Unternehmen hört uns auf der Bühne, besucht anschließend den Stand oder meldet sich Wochen später mit einer konkreten Anforderung.

Bühne und Messestand waren deshalb keine getrennten Marketingmaßnahmen. Sie verstärkten sich gegenseitig. Auf der Bühne entstand Aufmerksamkeit. Am Stand konnte daraus ein konkretes Gespräch werden.

Was die ITB 2026 für uns verändert hat

Die ITB hat uns nicht nur neue Kontakte gebracht. Sie hat einige Annahmen bestätigt und andere korrigiert.

Die Tourismusbranche ist deutlich offener für digitale Lösungen, als es ihr manchmal nachgesagt wird. Kaum jemand stellte grundsätzlich infrage, ob Technologie benötigt wird. Die entscheidenden Fragen betrafen vielmehr die Umsetzung: Wie lässt sich eine Lösung in bestehende Abläufe integrieren? Wie werden Mitarbeitende mitgenommen? Und wie viel Unterstützung gibt es beim Einstieg?

Dabei wurde besonders deutlich:

Digital bedeutet nicht automatisch unpersönlich.

Auch ein digitales Produkt braucht erreichbare Ansprechpartner, ehrliche Beratung und Begleitung bei den ersten Einsätzen. Gerade bei einer neuen Technologie entsteht Vertrauen nicht allein durch eine übersichtliche Oberfläche oder einen automatisierten Bestellprozess.

Es entsteht durch Menschen, die zuhören, Anforderungen richtig einordnen und im Zweifel auch offen sagen, wenn eine Lösung für einen bestimmten Einsatz nicht geeignet ist.

Unsere wichtigsten Erkenntnisse aus der ITB 2026:

  • Chancen entstehen häufig außerhalb der ursprünglich definierten Zielgruppe.
  • Ein echter Einsatz überzeugt stärker als eine lange Produktpräsentation.
  • Funktionen sind wichtig – der gelöste Schmerzpunkt ist wichtiger.
  • Digitale Produkte brauchen weiterhin persönliche Begleitung.
  • Gemeinschaftliche Sichtbarkeit kann stärker sein als fünf einzelne Auftritte.
  • Eine Fachbühne kann aus einem ersten Kontakt eine konkrete Geschäftsbeziehung machen.

Unser erster eigener Gemeinschaftsstand war damit weit mehr als eine zusätzliche Fläche auf dem Messegelände.

Er zeigte, was entstehen kann, wenn Start-ups ihre Reichweite und Kompetenzen verbinden, ein Verband nicht nur ideell, sondern auch finanziell und kommunikativ unterstützt und eine Messe bereit ist, einer kurzfristig entstandenen Idee Raum zu geben.

Für elysium® hat sich die ITB 2026 bereits ausgezahlt – durch neue Perspektiven, konkrete Projekte und zahlende Kunden.

Und falls 2027 wieder irgendwo ein sehr orangefarbener Stand auftaucht, ist das vermutlich kein Zufall. Und diesmal mit sieben Startups aus der DACH-Region.

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